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IGBS-Schiedsrichter-Clinic 2009

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IGBS-Schiedsrichter-Clinic 2009

Vom 21.-23. August 2009 fand in Bad Kreuznach die diesjährige IGBS-SR-Clinic statt.
Der im IGBS-Vorstand für die Aus- und Weiterbildung von SR zuständige Johannes „Joe“ Hack war federführend mit der Organisation, Verwaltung und Durchführung der Clinic betraut und wurde dabei von einem großen Mitarbeiterstab tatkräftig unterstützt.

Die inhaltlichen Schwerpunkte zeugten von der Grundidee „aus der Praxis für die Praxis“. Insgesamt 13 Coaches, allesamt internationale FIBA-, BBL und Pro A-SR, kamen zum Einsatz, führten an zwei Tagen mit 9 SRinnen und 39 SRn insgesamt 76 Coachings durch und besprachen die SR-Leistungen entweder noch auf dem Spielfeld mittels Ear-Monitoring, nach dem Spiel mit Video oder mit dem guten alten Stift und Papier.
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Das Hauptziel war die Durchführung von mindestens drei Coachings je SR, die zudem natürlich von verschiedenen Coaches abgehalten wurden, um den Kollegen nicht nur möglichst Feedback geben zu können, sondern zudem auch unterschiedliche Verbesserungsansätze und -gedanken mit auf den Weg zu geben.
Weitere Ziele waren das Teambuilding für die SR und Coaches. Für die SR auf dem Spielfeld, für die Coaches auf dem parallel stattfindenden Jahrmarktfest...!  J
In diesem Zusammenhang sei nur am Rande erwähnt, das Bad Kreuznach scheinbar ein Hort für Menschen sein könnte, denen nach dem Genuss von Alkohol jeglicher Respekt vor dem Alter abhandenkommt. Anders kann man die Begegnungen zwischen „jung und alt“ zur mitternächtlichen Stunde nicht erklären, denn wenn ein Jugendlicher im geschätzten Alter von 17 Jahren eine ältere Dame im geschätzten Alter von 60 zum „handgreiflichen“ Objekt seiner Begierde macht... Dinge gibt’s, die gibt gar nicht! Oder eben nur in Bad Kreuznach!  J

Daneben galt es die individuelle Saisonvorbereitung besser zu nutzen und von den vielen Praxistipps sich die individuell wichtigen Ratschläge heraus zu suchen, die die Coaches mannigfaltig im Angebot hatten und auch weitergaben.
Gekennzeichnet war die gesamte Clinic von einem gegenseitigen Austausch und einer lockeren und kollegialen Atmosphäre, in der auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Ergänzt wurde die Praxis durch theoretische Workshops zu den Themen „Selbstreflexion“ und „Entwicklung als SR“ und durch Rollenspiele aus den Bereichen „Entscheidungstraining“, „Teamwork“ und „optimale Auszeitnutzung“.
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Der von Joe Hack sehr gute und überaus detaillierte, fast schon minutiös ausgearbeitete, Ablaufplan hatte dann auch lange Bestand: nämlich genau bis zum Beginn der Clinic!
Erste Änderungen wurden notwendig durch ein paar kurzfristige Absagen einiger Teams oder den nachträglichen verletzungsbedingten Ausfall von Mannschaften.
Mit viel Improvisation schaffte Joe dann jedoch die Um- und Neubesetzung der SR in den Leistungsspielen in den vier verschiedenen und über das Stadtgebiet verteilten Hallen.

Dabei erinnerte jedoch insbesondere der späte Samstagabend an einen orientalischen Bazar, denn die Turnierleitung brauchte bis ca. 22:00 Uhr für die Erstellung des Finalspielplans für den Sonntag.
Gerade diese lange Wartezeit wurde durch kurzweilige FIBA-Videos und mehr oder weniger interessante Beiträge aus dem Leben von Pro A-, BBL- und FIBA-SR verkürzt, was den Tagungsraum mehrfach bis in seine Grundfesten mit lautem Gelächter erzittern ließ.
Der guten Stimmung tat das alles keinen Abbruch und letztlich war jeder SR und Coach für den Sonntag mit Spielen und Coachings versorgt.

Besonders erwähnenswert ist zudem, dass einige SR Erfahrung in der praktischen Anwendung der 3-SR-Technik sammeln konnten. In den zum Einsatz kommenden 3er-Teams wurde immer ein in der 3-SR-Technik erfahrener BL-SR als Crew-Chief eingeteilt, der dann sprichwörtlich mit zwei Clinic-Teilnehmern auf- und mitlief und so erste Eindrücke in der Technik vermitteln konnte. Diese Möglichkeit wurde von einigen der Teilnehmern dankbar angenommen, denn ein paar der Gesichter kannte man bereits vom letztjährigen 3-SR-Technik Lehrgang.

Im Verlauf der Clinic stellten sich dann auch sehr rasch z.T. erhebliche Verbesserungen bei den Teilnehmern ein, die die vielen Tipps der Coaches fast wie ein Schwamm aufsogen und von Spiel zu Spiel immer besser umzusetzen  verstanden.
Für uns alle besonders erfreulich war dabei die Tatsache, das in keinem der Spiele zu keinem Zeitpunkt die vielgerühmte Spielkontrolle verloren ging oder nicht gegeben war. Im Gegenteil, einige Kollegen gewannen sogar in den zwei Tagen ungemein an Profil und Selbstsicherheit.
Viele sehr gute Entscheidungen paarten sich zunehmend mit einer besseren SR-Technik, der Einhaltung der Beobachtungsbereiche, einer besseren Weak-Side-Kontrolle und mehr Konsequenz und Konsistenz bei der Ahndung von Handchecking.

Wie bei jeder guten SR-Clinic durfte natürlich auch nicht eine Auszeichnung in drei Schlüsselbereichen der SR fehlen.
Den Preis des „Best Referee“ gewann Daniel Sünnen, der sowohl in der Anwendung der 2- und 3-SR-Technik überzeugen konnte, als auch durch eine hohe Qualität der Entscheidungen und eine exzellente Außenwirkung.
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Als „Most Improved Referee“ wurde Aleksandra Pawlik ausgezeichnet. Bei ihr konnte im Turnierverlauf eine starke Verbesserung vor allem in der Positionsfindung, der Auslegung der Vor- und Nachteilregel und der Konsistenz ihrer Entscheidungen beobachtet werden.
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Die Auszeichnung für den „Best / Most Unbelievable Call“ ging an Daniel Bedu. Er vertrat voller Überzeugung einen noch nie dagewesenen „3-Seconds-Defensive-Call“, indem er gegen den Rebounder der verteidigenden (!) Mannschaft nach ein paar Sekunden in dessen eigener begrenzten Zone eine 3-Sekunden-Regelübertretung pfiff und dem Gegnerteam den Ball übergab! Selbst bundesligagestählte Coaches und SR verschlug es angesichts diesen Pfiffes die Sprache und so fiel die Entscheidung für ihn absolut einstimmig!  J
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Rückblickend betrachtet war diese bislang einzigartige Clinic hinsichtlich ihrer Vorbereitung und Durchführung überaus anspruchsvoll!
Aufgrund des Spielniveaus konnten nur SR aus OL-Pools eingesetzt werden. Einige nahmen dafür sogar Anreisen aus Berlin und Kiel (!) auf sich!
Das Zusammenbringen verschiedener Partner und ihrer Interessen war ebenso herausfordernd, wie die schwierige Kostenkalkulation für T-Shirts, Pfeifen und Taktikboards aufgrund ungewisser Teilnehmerzahlen, kurzfristiger Absagen und fehlender Erfahrungen. Schließlich stellte diese Maßnahme in dieser Dimension auch für die IGBS e.V. eine Premiere dar.
All dem stellte man sich aber mit einem Höchstmaß an Flexibilität, Improvisation und Disziplin bei allen Beteiligten und so kann die Veranstaltung mit Fug und Recht als voller Erfolg betrachtet werden.

Das überaus wertvolle Feedback der Teilnehmer fällt somit auch auf fruchtbaren Boden und wird bei den zukünftigen Planungen für vergleichbare Vorhaben der IGBS e.V. Berücksichtigung finden.

An dieser Stelle darum allen Beteiligten unseren Dank für die Vorbereitung, Durchführung und Teilnahme an diesem Event, das sicherlich eine Menge Arbeit aber ganz sicher auch eine Menge Spaß gemacht hat und vor allem nicht das letzte dieser Art war.
Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein Wiedersehen!

Für den Vorstand der IGBS e.V.,
Thorsten Stratemann

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