
In der Zeit vom 19.-21.08.2011
fand bereits zum dritten Male das IGBS SR-Camp in Bad
Kreuznach statt.
Erneut parallel zum Volksfestturnier
des Vfl Bad Kreuznach bot die IGBS e.V. unter der
Führung und Leitung von Johannes „Joe“ Hack interessierten Kolleginnen und
Kollegen aller Landesverbände eine Weiterbildung in verschiedenen Bereichen an.
Letztlich konnte Joe in bewährter
Form und mit einem gewissen Maß an Routine versehen seinen Urlaub noch
unbeschwert und in vollen Zügen genießend erst unmittelbar vor dem Turnier beenden.
Er wurde nach Urlaubsende zwar durch
ca. 3 bis 72 wichtige Emails mit Absagen, Zusagen oder Änderungen in seinem
Erholungswert ein klein wenig gestört, aber trotzdem begann das Turnier wie
geplant.
Ein paar Zahlen und Fakten zum Jahr
2011 und dem 3. IGBS Camp:
15 Referenten und Coaches stürzten
sich in 9 Hallen und einem Unterrichtsraum, die über ganz Bad Kreuznach
verteilt sind, parallel mit 58 von ursprünglich 85 angemeldeten Schiedsrichtern
auf die Spiele, um in insgesamt 5 theoretischen Workshops (3-SR-Technik, Pre-Game-Conference, Zusammenarbeit mit dem Kampfgericht,
Videoarbeit und Außenwirkung), 21 On-Court (3-SR-Technik), 22 Funk- und 54 normalen Coachings die drei Bewerber zu identifizieren,
die sich um die Auszeichnungen „Best Call“, „Most Improved Referee“ und „Best Referee“ bewarben.
Das Camp begann am Freitagabend mit
einer Begrüßung und der Einstimmung auf die „Arbeit“ durch die Vorstellung der
3-SR-Technik. Der Hintergrund für diesen Ausbildungsabschnitt war der nach dem
1. Camp geäußerte Wunsch, dass auch die 3-SR-Technik von einigen Teilnehmern in
einer Art „Schnupperkurs“ erprobt werden wollte.
Die so vermittelten theoretischen
Grundlagen bildeten somit die Voraussetzungen für die praktischen Spiele in der
3-SR-Technik am Samstag und Sonntag, bei denen jeweils ein in der 3-Mann-Arbeit
erfahrener Coach zwei weitere Kollegen auf dem Feld begleitete.
Gekennzeichnet war das Camp von
Beginn an durch einen intensiven und sehr kommunikativen Austausch. Dabei
beschritten auch die Referenten und Coaches neue Wege bei der Pflege von
zwischenmenschlichen Beziehungen. Unter Fachleuten wird diese Art der Kommunikation
auch als „Flatrate-Coaching“ bezeichnet.
Am Samstag und Sonntag begannen dann
die Spiele bereits um 09:00 Uhr, was den einen oder anderen Schiedsrichter, vor
allem aber eine große Anzahl an Spielerinnen und Spielern vor erhebliche
„Probleme“ stellte… J
Zur Ehrenrettung muss jedoch die
„Disziplin der SR-Truppe“ (ja, das ist „mein“ Fachjargon!) erwähnt werden. Ein
Programmbestandteil oder Spielbeginn musste aufgrund eines fehlenden SR nicht
verschoben werden.
Insgesamt war das Camp diesmal
überhaupt von recht wenigen Verlegungen bzw. Änderungen betroffen. Allerdings
ist man gegen kurzfristige Absagen von Mannschaften
nie gefeit und muss somit ein erhöhtes Maß an Flexibilität und Improvisation
mit sich bringen.
Joe meisterte jedoch die Klippen und
sorgte für einen sehr reibungslosen Ablauf.
Auch der am Samstag erneut vor Ort
befindliche DBB-Besucher (H. Molitor) zeigte sich erneut erstaunt von dem, was
eine ehrenamtliche Organisation mit ein wenig Willen und Einsatzbereitschaft
auf die Beine zu stellen vermag.
„Hä?
Was? Wer? Wo bin ich?“
Leider wurde die Vorfreude auf ein
abendliches kühles Glas Cola-Light (oder so) auf dem
Volksfest bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen dadurch getrübt,
dass ein derzeit noch anonymer Anrufer eine Bombendrohung für den
Volksfestplatz aussprach.
Dieser wurde daraufhin aus
Sicherheitsgründen geräumt, für den verbleibenden Samstag gesperrt und der für
das Volksfest erwartete Besucheransturm verlagerte sich somit in die Stadt, die
sich an einem schönen warmen Sommerabend von ihrer besten Seite zeigte.
Letztlich war dieser Vorfall jedoch
auch kein Grund Trübsal zu blasen und so suchten sich SR und Coaches
ersatzweise andere Locations und besprachen dann bei einem linksgerührten und perliggeschäumten Mineralwasser-Light die Tageserkenntnisse!
Allerdings zeigte sich, dass in Teilen
von Bad Kreuznach die Zeit und damit auch die Rechtschreibung
scheinbar stehen geblieben sind. Anders sind Aufnahmen wie die folgende
nicht zu erklären:
Der Sonntag begann ähnlich früh und
stand dann aber ganz im Zeichen von Finalspielen und der Festlegung der Award-Empfänger. In der Runde der Coaches kristallisierten
sich rasch die Favoriten heraus und durch ein letztes genaues Hinschauen am
Sonntagmorgen festigte sich der Eindruck.
Ausgezeichnet wurden die folgenden
Kollegen:
Der „Best Call 2011“ ging an Peter Quade.
Er verhängte ein technisches Foul
gegen einen Trainer, der zeitgleich von seinem Kollegen die Gründe für ein
direkt zuvor gepfiffenes unsportliches Foul erklärt bekam. Die Betonung liegt
auf „erklärt“. Insofern war das Technische vielleicht ein wenig überraschend -
für alle Beteiligten! J J
Als „Most Improved Referee“ wurde Philipp Schlegel ausgezeichnet, der
seine guten Leistungen durch das gesamte Turnier hindurch konstant steigern konnte.
Auch ist er kein Unbekannter mehr,
hat er doch schon als „Camp-Oldie“ eine mehrjährige IGBS Bad Kreuznach-Erfahrung aufzuweisen.
Die Auszeichnung des „Best Referee“ verdiente sich Nicolai Bohn.
Auf hohem Niveau und sehr
gleichmäßig in seinem Auftreten und bei seinen Entscheidungen fand er Lob von
allen Seiten und nahm somit stolz und vor allem mit Recht die Auszeichnung entgegen.
Abschließend ist noch zu erwähnen,
dass das Damenfinale von Peter Poreba (Rheinland-Pfalz) und Burkhard Fuchs (Bayern) geleitet wurde, das Herrenfinale
der Standardklasse von Karsten Duphorn und Peter
Wolff und das abschließende Herrenfinale der Leistungsklasse von Nico Bohn (Baden-Württemberg) und Andres Wörzner.
Allen beteiligten Coaches sei im
Namen des Vorstands der IGBS e.V. an dieser Stelle besonders gedankt für ihren
Einsatz, ihre Motivation, ihre Bereitschaft und Freude den (meist) jungen Kolleginnen
und Kollegen mit Erfahrungen, Tipps, Tricks und gutgemeinter Kritik weiter zu helfen, und einen guten Start in die neue Saison zu
ermöglichen.
Namentlich waren
dies:
Markus Aichele,
Marco Behm, Steve Bittner, Nikolas Brendel, Henning Frölich, Julian Groll, Michael Gutting, Nadeesh Kattur, Björn Knapp, Andreas Kohl-Hesse, Alexander
Küchler, Marco Marzi, Jonas Reiter, Dennis Sirowi und
Thorsten Stratemann.
Besonders
hervorzuheben ist Johannes Hack, der diese Veranstaltung zum dritten Male
organisierte und erneut sehr viel Zeit und Energie in die Vorbereitung und die
Durchführung steckte.
„Danke, Joe, das Camp war echt klasse!“