
Am 17. Januar 2004 trug ich gemeinsam mit Dr. Neß von der Uni Kassel beim Spitzenschiedsrichter-Lehrgang Hessen des DFB in Grünberg (Hessen) zum Thema "Persönlichkeitseigenschaften von Spitzenschiedsrichtern" vor.
Zu diesem Thema haben übrigens auch die Basketball-SR einen Fragebogen während des 3-Men-Mechanics-Lehrgang von A. Richardson in Frankfurt im Sommer 2003 ausgefüllt.
In den zur Verfügung stehenden vier Stunden wurde insbesondere auf die Fragestellung einge-gangen, "welche Relevanz und Auswirkungen Persönlichkeitseigenschaften von Spitzenschiedsrichtern auf dem Spielfeld haben".
Es gab ein sehr positives Feedback zu den Inhalten, aber die Veranstaltung gipfelte vor allem in der Kontaktaufnahme zu einigen SR des DFB. Hier sind insbesondere Lutz Wagner (SR 1. BL) und Stefan Trautmann (SR 1. BL und Mitarbeiter der DFB-SR Geschäftsstelle) zu nennen. Mit beiden wurde vereinbart, spätestens im Frühjahr / Sommer 2004 telefonisch Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit im Bereich Basketball und Fußball zu besprechen.
Für den 06.02.04 wurde Herr Hospelt, der Verhaltenscoach der Eishockey-BL-SR eingeladen, ein SR-Team (Staudenmayer, Brand, Schwarzkopf, Preller) beim Spiel Köln-Gießen zu begleiten. Norbert Mosch wird ebenfalls vor Ort sein. Ziel des Treffens ist die Konkretisierung der weiteren Zusammenarbeit mit den Eishockey-Spitzenschiedsrichtern. Herr Hospelt hat die Einladung dankend angenommen.
Am 30.11.03 nahm ich für die IGBS am "Fortbildungsgipfel" in Leverkusen teil.
Dessen Ziel war die Konkretisierung der bisherigen Pläne, u. a. für Fortbildungsveranstaltungen im Sommer 2004. Zuvor sollte jedoch über die Gesamtstrategie diskutiert werden.
Nach einer mehr als vierstündigen intensiven Diskussion wurde das eigentliche Sitzungsziel, konkrete Veranstaltungen zu entwickeln und zu planen, nicht erreicht!
Dies führte zwar bei einzelnen Teilnehmern zu Irritationen, andererseits kam man darin jedoch überein, dass die Sitzung insofern nützlich war, als deutlich wurde, dass interner Klärungsbedarf
Meiner Wahrnehmung zufolge wurde im Grundsatz darüber diskutiert, welche von den beiden folgenden Alternativen kurzfristig forciert werden sollte:
Variante a) beinhaltet den Gedanken, dass zwischen Coaches für "schiedsrichtern im engeren Sinne" und "Coaches für Verhalten, Auftreten o.ä." unterschieden werden sollte. Variante b) geht eher in Richtung "Two-in-One".
Es bestand aber darin Übereinkunft, dass beide Alternativen letztlich darauf abzielen, dass SR-Coaching eine nachgewiesene Qualifikation, z.B. durch eine Teilnahme an Schulungsangeboten) erfordert und das "klassische Kommissarsmodell" nicht mehr zeitgemäß ist.
Als Ergebnis der Diskussion wurde vereinbart, ein weiteres Treffen zu diesem Thema für Frühjahr / Sommer 2004 anzuberaumen und einen zweiten Anlauf zur kurzfristigen Konkretisierung von Lehrgangsmaßnahmen zu treffen.
Außerdem wurde deutlich, dass die SRK (nicht zuletzt als "Geldgeber") sich zur prinzipiellen Strategie äußern sollte. Ein Termin für das zweite Treffen wurde zwar lose vereinbart, platzte aber aufgrund terminlicher Schwierigkeiten einzelner Beteiligter.
Die Arbeiten zum Strategie-Papier der IGBS ("Vision 2010: Wohin soll sich BBL-Schiedsrichterwesen entwickeln?") beginnen im Frühjahr. Ich werde mich aus SR-Kreisen um Mitarbeiter und Ideengeber bemühen. Ungefragte Beiträge sind deshalb bereits jetzt stets herzlich willkommen.
Ralf Brand